Italiens neue Regel für den Green Pass lösen Proteste aus

Der Green Pass bescheinigt, dass man geimpft, innerhalb der letzten 48 Stunden negativ getestet oder innerhalb der letzten sechs Monate von dem Virus genesen ist. [SHUTTERSTOCK/Delbo Andrea]

In Italien gilt ab Mittwoch (1. September) das verbindliche Vorweisen des COVID-19 Green Pass im Fernverkehr sowie für Schüler und Studenten. Für denselben Tag wurden daher mehrere Proteste angekündigt. Einige Aktivistengruppen drohten, den Zugverkehr zu blockieren. 

Der Green Pass bescheinigt, dass man geimpft, innerhalb der letzten 48 Stunden negativ getestet oder innerhalb der letzten sechs Monate von dem Virus genesen ist. Das digitale Zertifikat war bereits seit dem 6. August erforderlich, um Restaurants in geschlossenen Räumen, Konzerte, Turnhallen sowie Orte zu betreten, an denen das Risiko einer Übertragung des Virus besteht.

Ab Mittwoch ist die Bescheinigung für das gesamte Schul- und Universitätspersonal obligatorisch: Lehrer, technisches und Verwaltungspersonal, Sekretärinnen, Manager, und an den Universitäten auch für Studenten, die persönlich am Unterricht teilnehmen.

Wenn sie den Green Pass nicht mit sich führen, erhält das Personal von Schulen und Universitäten nach fünf Tagen ungerechtfertigter Abwesenheit eine Suspendierung des Arbeitsverhältnisses und des Gehalts.

Die Bescheinigung wird auch für die Benutzung von Fernverkehrsmitteln vorgeschrieben: Flugzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge, Busse und Fähren, die mehrere Regionen miteinander verbinden. In öffentlichen Nahverkehrsmitteln ist sie jedoch nicht erforderlich.

Als Reaktion auf die Ankündigung der Proteste werden die Sicherheitsprotokolle in den Bahnhöfen ab dem Morgengrauen verschärft.

„Drohungen und Aufforderungen zu Straftaten über das Internet werden nicht geduldet“, kündigte Innenministerin Luciana Lamorgese am Dienstag an. Sie fügte hinzu, dass „illegale Handlungen während der Protestinitiativen in der Nähe der Bahnhöfe, für die online geworben wird, nicht erlaubt sein werden.“

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