Hälfte der EU-Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

Die EU wird in Südafrika hergestellte Impfdosen nach Afrika zurückschicken, das betrifft vor allem die des Herstellers Johnson & Johnson. c Shutterstock/M-Foto

Die Hälfte der Bevölkerung in der EU ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Knapp 224 Millionen Menschen in den 27 EU-Mitgliedstaaten haben den vollen Impfschutz, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervorgeht.

Gemäß der Zählung auf Basis aktueller Daten mit dem Stand Dienstag (3. August) ist Malta dabei mit 74 Prozent an der Spitze, gefolgt von Belgien (59 Prozent) und Spanien (58 Prozent). In Deutschland liegt die Impfquote bei 52 Prozent.

Insgesamt haben 13 der 27 EU-Länder inzwischen eine Impfquote von über 50 Prozent erreicht, darunter die vier bevölkerungsreichsten Länder: Spanien, Italien (54 Prozent), Frankreich (53 Prozent) und Deutschland. Am wenigsten Geimpfte weisen Bulgarien (14 Prozent) und Rumänien (25 Prozent) auf.

Rund 267 Millionen Menschen und damit fast 60 Prozent der Bevölkerung der EU haben mindestens eine Impfdosis verabreicht bekommen. Mit ihrem Impf-Fortschritt hat die EU inzwischen die USA knapp überholt: Bis zum 1. August waren 49,7 Prozent der US-Bürger vollständig geimpft, während es in der EU 49,8 Prozent waren. Eine Erstimpfung hatten in den USA bis zu diesem Datum 57,8 Prozent der Menschen erhalten, in der EU waren es 59,3 Prozent.

Mit dem 1. August war das Vereinigte Königreich jedoch der EU nach wie vor voran: 56,6 Prozent der Bevölkerung waren vollständig geimpft, während 69 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis verabreicht bekommen haben.

Weltmeister im Impfen ist allerdings mit 1. August Kanada: 59,5 Prozent der Bevölkerung in Kanada sind vollständig geimpft, während 71,8 Prozent mindestens eine Impfdosis erhalten haben.

Bislang wurden in der EU die Corona-Impfstoffe von vier Unternehmen zugelassen: Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Ungarn und die Slowakei setzen darüber hinaus russische und chinesische Impfstoffe ein, die nicht von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen wurden.

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