Wer hat an der Uhr gedreht?

Das EU-Parlament hinterfragt die Zeitumstellung. [shutterstock]

Wer hat an der Uhr gedreht, fragen sie viele Europäer halbjährlich am Morgen, mal froh über eine geschenkte Stunde, mal verärgert über gestohlene Zeit. Das EU-Parlament stellt nun die Zeitumstellung infrage.

Gefordert wird eine Überprüfung der umstrittenen halbjährlichen Zeitumstellung. Die EU-Kommission soll nach dem Willen der Parlamentarier eine „gründliche Bewertung“ der entsprechenden Richtlinie vornehmen und gegebenenfalls Änderungen vorschlagen. Die Forderung des Verkehrsausschusses, die Sommerzeit ganz abzuschaffen, fand im Parlament keine Mehrheit.

Lebensmittelsicherheit auf dem Prüfstand

Der Europäische Rechnungshof prüft, ob die EU-Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit die Verbraucher tatsächlich angemessen schützen.

Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen kritisierten die Zeitumstellung als nicht mehr zeitgemäß und verwiesen auf gesundheitliche Störungen bei vielen Menschen und Tieren. Die für Verkehrspolitik zuständige Kommissarin Violeta Bulc äußerte sich offen für die Forderung. Bisher habe allerdings kein EU-Staat einen entsprechenden Antrag gestellt.

Hauptzweck der Zeitumstellung sind Energieeinsparungen. Dieses Argument ist jedoch seit jeher umstritten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Untersuchungen, die der Zeitumstellung bestenfalls einen geringfügigen Effekt auf den Energieverbrauch zuschreiben. Gegenargumente, wie etwaige gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den politischen Eingriff in den Biorythmus oder Beeinträchtigungen in der Landwirtschaft fallen schwerer ins Gewicht.

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