Visegrad-Staaten fordern schnellere Impfstoff-Lieferungen

Die Ministerpräsidenten der Visegrad-Staaten (vlnr.): Der Tscheche Andrej Babis, der Pole Mateusz Morawiecki, der Slowake Igor Matovic und der Ungar Viktor Orban. Archivbild vom 11. Juni 2020. [EPA-EFE/RADEK PIETRUSZKA]

Die Regierungschefs der Visegrad-Staaten haben sich am Mittwoch in Krakau getroffen, um das 30-jährige Bestehen ihrer Allianz zu feiern. Dabei forderten die Ministerpräsidenten Polens, Tschechiens, Ungarns und der Slowakei schnellere Lieferungen der COVID-Impfstoffe von „allen zuverlässigen“ Herstellern.

Man müsse in jedem Fall die Impfprozesse in der EU beschleunigen: Laut Mateusz Morawiecki, Andrej Babiš, Viktor Orbán und Igor Matovič wäre dies der richtige Weg für Europa, die Pandemie schnellstmöglich zu überwinden und die (wirtschaftliche) Erholung zu starten.

„Wir sprechen uns für den Einkauf von Impfstoffen bei Herstellern unabhängig von ‚geopolitischen‘ Aspekten aus – vorausgesetzt, [ihre Impfstoffe] sind sicher und wirksam,“ erklärten die Regierungschefs.

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš schloss sich dem Aufruf seiner Kollegen an, obwohl die Tschechische Republik die bereits vorhandenen Impfstoffe aktuell nicht angemessen anwenden und aufbrauchen kann.

EU-Ratspräsident Charles Michel, der ebenfalls an den Feierlichkeiten teilnahm, beschwichtigte, die Staats- und Regierungschefs der EU würden in der kommenden Woche über weitere Möglichkeiten zur Steigerung der Impfstoffproduktion und zur Beschleunigung der Impfungen in der gesamten Union diskutieren.

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