Tschechiens Babiš will Ausschreibung für Lieferung chinesischer COVID-Tests annullieren

"Ich möchte, dass die Ausschreibung sofort annulliert wird", sagte der tschechiche Premiierminister Babiš gegenüber Seznam Zprávy. [EPA-EFE/ANDREJ CUKIC]

Die öffentliche Ausschreibung für die Lieferung von COVID-19-Tests für tschechische Schulen stieß auf scharfe Kritik des tschechischen Premierministers Andrej Babiš.

Der Gewinner der Ausschreibung – Tardigrad International Consulting – sollte nächste Woche eine Million COVID-19-Tests des chinesischen Herstellers Lepu Medical liefern.

Die Nachrichtenseite Seznam Zprávy wies jedoch darauf hin, dass das Logistikunternehmen die Bedingungen der Ausschreibung nicht erfüllt hat.

Ferner wurde kritisiert, dass die Ausschreibung die chinesischen Hersteller gegenüber den tschechischen oder europäischen bevorzugte.

„Ich möchte, dass die Ausschreibung sofort annulliert wird“, sagte Babiš gegenüber Seznam Zprávy in einer Antwort auf deren vorherigen Bericht. Laut Babiš ist die Firma, die gewonnen hat, nicht transparent. Aus diesem Grund sei die Ausschreibung regelrecht „seltsam“.

Über die Testkapazitäten und die Anbieter der Tests wird die Regierung am heutigen Montag, den 22. Februar, beraten.

Die Tests sind eine wesentliche Voraussetzung, um den Unterricht an tschechischen Schulen sicher zu gestalten.

Obwohl die Regierung noch über die Öffnung der Schulen ab März diskutiert, gehört die epidemiologische Situation im Land immer noch zu den schlimmsten in Europa.

Seit Oktober sind die Schulen für die Mehrheit der tschechischen Schülerinnen und Schüler geschlossen. Die Schule besuchen dürfen derzeit nur die ersten und zweiten Klasse der Grundschule.

Laut einer Umfrage der Organisation STEM/MARK sind neun von zehn Tschechen für die Wiedereröffnung der Schulen. Zwei Drittel der Befragten gaben zusätzlich an, dass die Schulen wieder öffnen sollten, wenn Schüler und Lehrer regelmäßig getestet werden.

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