Studie: Corona-Sterblichkeitsrate bei Kindern unter einem Prozent

Die niedrige Sterblichkeitsrate bei Kindern durch Covid-19 hat offenbar unter anderem damit zu tun, dass Vorerkrankungen unter Minderjährigen deutlich seltener sind als bei Erwachsenen. [travelerpix/ Shutterstock]

Die Sterblichkeitsrate unter mit dem Coronavirus infizierten Kindern ist laut einer europaweiten Studie sehr gering. Weniger als ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen sterben an den Folgen der Infektion, geht aus der am Donnerstag von der Fachzeitschrift „The Lancet Child & Adolescent Health“ veröffentlichten Untersuchung hervor.

Bei der großen Mehrheit der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Kinder und Jugendlichen nehme die Erkrankung nur einen „milden“ Verlauf, erklärte der Leiter der Studie, Marc Tebruegge vom University College London.

Für die Untersuchung hatte das europäische Forscherteam die Krankheitsverläufe von 582 Minderjährigen im Alter zwischen drei und 18 Jahren ausgewertet, die in 82 Gesundheitseinrichtungen versorgt worden waren. Alle diese Kinder und Jugendlichen waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nur vier von ihnen starben. Zwei der Verstorbenen hatten Vorerkrankungen.

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In acht Prozent der Fälle nahm die von dem Virus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 einen schwereren Verlauf, der eine Intensivbehandlung erforderlich machte. Dies sei zwar ein geringer, aber dennoch „bemerkenswerter“ Anteil, erklärte Tebruegge. 16 Prozent der Minderjährigen hatten hingegen gar keine Symptome.

Die niedrige Sterblichkeitsrate hat offenbar unter anderem damit zu tun, dass Vorerkrankungen unter Minderjährigen deutlich seltener sind als bei Erwachsenen. Nur ein Viertel der Kinder und Jugendlichen aus der Studie hatte Vorerkrankungen.

Die Forscher gehen im Übrigen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit bei Kindern und Jugendlichen, an der Coronavirus-Infektion zu sterben, noch niedriger ist als in ihrer Untersuchung gemessen. Es sei davon auszugehen, dass mit dem Virus infizierte Kinder mit nur mildem Krankheitsverlauf häufig nicht in Krankenhäuser oder andere Gesundheitseinrichtungen gebracht würden. Dieser Anteil von Infizierten sei in der Studie nicht erfasst.

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