Stickstoffoxidwerte in Deutschland weiterhin zu hoch

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Der Skandal um Abgasexperimente mit Affen und Menschen hat im Europaparlament große Empörung hervorgerufen. [dpa (Archiv)]

Die Belastung mit Stickoxiden in Deutschland ist nach wie vor gefährlich hoch, zeigen Messdaten des Bundesumweltamtes.

Deutschland hat weiterhin Probleme mit Stickoxidabgasen. An mehr als der Hälfte aller verkehrsnahen Messstellen sei der Stickstoffdioxidgrenzwert im vergangenen im Jahresmittel überschritten worden, berichtete das Bundesumweltamt (UBA) am Dienstag in Dessau nach der Auswertung von vorläufigen Messdaten. Fortschritte gab es demnach beim Feinstaub. Die Belastung damit war 2016 so niedrig wie nie seit dem Jahr 2000.

Stickstoffdioxid gefährde die Gesundheit der Menschen schon seit Jahrzehnten, erklärte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Die Kommunen müssten endlich Möglichkeiten erhalten, Autos mit hohem Ausstoß aus den besonders belasteten Innenstädten zu verbannen. Schuld an der Misere seien „vor allem alte Dieselautos“.

Auch der Rückgang der Feinstaubbelastung stellte die Behörde nicht zufrieden. Die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerte würden auch weiterhin klar überschritten, erklärte sie. Diese sind viel strenger als die geltenden EU-Grenzwerte.

Bund, Länder und Kommunen müssten gemeinsam weitere Anstrengungen unternehmen, um das Gesundheitsrisiko durch Feinstaub zu senken, betonte Krautzberger. Unter anderem müsse die Freisetzung von Feinstaub aus privaten Holzöfen oder Holzkaminen reduziert werden.

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