Spahn für EU-Debatte über schärfere Einreisekontrollen wegen Coronavirus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gilt als einer der partei-internen Rivalen von noch-Kanzlerin Angela Merkel.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine EU-weite Debatte über schärfere Einreisekontrollen ausgesprochen.

Nach der Verschärfung der Einreisebestimmungen durch die USA sei dies „eine sehr berechtigte Frage, die in den nächsten Tagen auch eine Antwort braucht“, sagte Spahn am Dienstag nach einem Treffen mit der französischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn in Paris. Beide forderten eine möglichst rasche EU-Krisensitzung zu dem Thema.

Die USA haben wegen der Ausbreitung des Coronavirus ein Einreiseverbot für China-Reisende erlassen. Spahn betonte, die EU müsse zu einer gemeinsamen Risikoabschätzung kommen, ob auch in der Phase der Symptomfreiheit von Erkrankten eine Ansteckungsgefahr bestehe. „Davon hängt auch die Frage von möglichen Einreisebeschränkungen ab, oder zumindest intensiveren Befragungen bei der Einreise“, sagte Spahn.

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Buzyn betonte, die EU-Minister müssten sich mit der Frage schärferer Einreisekontrollen befassen. „Wir brauchen eine abgestimmte Haltung im Schengen-Raum“, betonte sie. „Es macht keinen Sinn, wenn ein Land alleine solch eine Entscheidung fällt, denn die Bürger können sich ja frei bewegen.“

Spahn und Buzyn riefen die kroatische EU-Ratspräsidentschaft auf, dazu ein Sondertreffen der Gesundheitsminister zu organisieren. Nach den Worten der französischen Ministerin sollte es möglichst binnen einer Woche stattfinden.

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