Schockbilder auf Schachteln und Verbot von Menthol-Zigaretten

Der Entwurf der neuen EU-Tabakrichtlinie sieht vor, dass in der EU 75 Prozent einer Zigarettenschachtel mit Warnungen aus Text und Fotos von kranken Körperteilen bedeckt sind. © Anke Oldehinkel / PIXELIO

Die EU-Kommission will „Schockwerbung“ auf Zigarettenschachteln einführen und mit Menthol oder Nelken parfümierte Zigaretten verbieten. Das sieht der Entwurf der neuen EU-Tabakrichtlinie vor.

Zigarettenhersteller sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig deutlich drastischer auf die Gesundheitsgefahren durch das Rauchen hinweisen als bislang.

So müssten größere Warnungen vor Gesundheitsrisiken auf Zigarettenschachteln gedruckt werden, heißt es in einem Entwurf für neue Tabakbestimmungen, der in zahlreichen Medien kursierte. Neben der "Schockwerbung" aus Fotos und Text sollten außerdem etwa mit Menthol oder Nelken parfümierte Zigaretten verboten werden.

So weit wie Australien will die EU-Kommission aber offenbar nicht gehen. Dort dürfen Zigaretten nur in schlichten olivgrünen Schachteln verkauft werden, auf denen drastische Warnungen vor Gesundheitsrisiken abgedruckt sind.

Nach dem EU-Entwurf steht es den Mitgliedsstaaten der EU frei, sich Australien mit dem weltweit schärfsten Gesetz zum Vorbild zu nehmen. Mindeststandard in der EU soll sein, dass 75 Prozent der Schachtel mit Warnungen aus Text und Fotos von kranken Körperteilen bedeckt sind.

Die EU-Kommission wird die Vorschläge voraussichtlich am Mittwoch (19. Dezember) vorstellen. Danach werden die Regierungen der EU-Staaten und das Europäische Parlament über den Entwurf zur neuen Tabakrichtlinie verhandeln.

EURACTIV/rtr

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