Neue EU-Regeln zur Abwehr von Pandemien

Bei Pandemien wollen die Europäer künftig koordinierter und schneller vorgehen. Arzneimittel und Impfstoffe sollen im Krisenfall gemeinsam eingekauft werden. © Martin Büdenbender / PIXELIO

Die EU führt ein Frühwarnsystem zur Vorbeugung und Bekämpfung grenzüberschreitender Gesundheitsbedrohungen ein. Ein Kernelement des neuen Gesetzes ist der gemeinsame Einkauf von Impfstoffen.

"Der Zugang zu Impfstoffen wird fairer sein, weil auch die Preise dafür fairer werden. Das sind gute Nachrichten vor allem für die kleineren Mitgliedstaaten, die sich die exorbitant teuren Mittel während der jüngsten Pandemien kaum leisten konnten", erklärte der Berichterstatter Gilles Pargneaux (S&D, Frankreich) das Ziel der neuen EU-Rechtsvorschrift. Außerdem soll bei Pandemien die Koordinierung auf EU-Ebene verbessert und die Reaktionszeiten verringert werden. Im Krisenfall soll es weiterhin möglich sein, einen europaweiten Gesundheits-Notstand auszurufen.

Als Beispiele für grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen nennt das Parlament den Ausbruch von Infektionen durch Escherichia-coli-Bakterien von 2011, die Vulkanaschewolke über Europa in 2010 oder die 2009 durch das H1N1-Grippevirus verursachte Pandemie.

Die Vereinbarung mit dem Rat wurde von den Europaabgeordneten am Mittwoch (3. Juli) mit 678 Stimmen angenommen, bei 21 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen.

mka

EURACTIV Brüssel: Lawmakers vote to strengthen response to cross-border health threats (4. Juli 2013)

Links

EU-Parlament: Pandemien: EU verbessert ihr Frühwarn- und Reaktionssystem (3. Juli 2013)

Kommission:
FAQ: Serious Cross-border Threats to Health Decision (3. Juli 2013)

Kommission: Erklärung von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg (3. Juli 2013)

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