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19/01/2017

Mehr Transparenz bei Kfz-Anmietungen im EU-Ausland

Gesundheit und Verbraucherschutz

Mehr Transparenz bei Kfz-Anmietungen im EU-Ausland

Avis-Budget, Europcar und Avis verpflichten sich zu mehr Transparenz.

[Håkan Dahlström/Flickr]

Wer im EU-Ausland ein Fahrzeug anmieten will, darf sich künftig auf verbesserte Konditionen freuen. Nach Einschreiten der Kommission verpflichten sich fünf große Mietwagenfirmen zu mehr Transparenz. Die Umsetzung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Nach einer vereinten Offensive von europäischen Verbraucherbehörden und der Kommission verpflichteten sich heute fünf große Mietwagenfirmen, Verbrauchern künftig mehr Transparenz bei der Kfz-Anmietung im Ausland einzuräumen. Bislang waren den Kunden bei der Anmietung von Fahrzeugen, die in zwei unterschiedlichen Ländern angemietet und wieder abgegeben werden, zeitweilig unvorhergesehene Zusatzkosten entstanden.

EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, V?ra Jourová, lobte das Engagement der Verbraucherbehörden sowie die Kooperationsbereitschaft der Unternehmen. Nationale Verbraucherbehörden, allen voran die britische Competition and Markets Authority (CMA), hatten das Gespräch mit den Mietwagenriesen aufgenommen nachdem die Beschwerden über Fahrzeuganmietungen im Ausland in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen waren. Allein in den letzten drei Jahren zählten die Europäischen Verbraucherzentren einen Anstieg von mehr als 70 Prozent.

Nun dürfen Verbraucher noch in diesem Jahr transparentere Bedingungen erwarten. So wollen Avis-Budget, Enterprise, Europcar, Hertz und Sixt ihren Kunden unter anderem klarere Konditionen bei der Abrechnung des Kraftstoffverbrauchs und fairere Verfahren zur Begutachtung etwaiger Schäden einräumen. Außerdem sollen Online-Buchungen transparenter gestaltet werden, so dass Informationen über Pflichtgebühren und Kautionen, die von den Zahlungskarten der Verbraucher abgebucht werden, deutlicher gekennzeichnet sind.