Kroatisches Interesse an Sputnik V

Aus russischer Sicht dürfte die EMA-Zulassung für Sputnik V im April erfolgen. [Shutterstock/Vladimka]

Kroatien hat sein Interesse am Kauf des in Russland hergestellten Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V bestätigt – sofern dies im Einklang mit der EU und der kroatischen Gesetzgebung steht, bestätigte die russische Botschaft in Zagreb am Dienstagabend per Social Media.

Die Botschaft teilte mit, der kroatische Gesundheitsminister Vili Beroš habe in einem Telefongespräch mit dem russischen Botschafter Andrej Nesterenko bestätigt, dass Kroatien daran interessiert sei, eine „notwendige Menge“ an Sputnik-V-Impfstoffen zu ordern.

Weiter hieß es, Russland wolle mit den kroatischen Partnern zusammenarbeiten, um die „Gesundheit der Menschen in beiden Ländern“ zu gewährleisten.

Bereits im vergangenen Monat hatte Beroš angekündigt, Kroatien wolle beim Thema Impfstoffe mit Russland zusammenzuarbeiten. Er betonte aber, im Idealfall wolle man zunächst die Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) einholen.

Aus russischer Sicht dürfte diese Zulassung im April erfolgen.

Derweil zeigen erste gezielte Tests, dass inzwischen etwa 20 Prozent der infizierten Menschen in Kroatien mit der sogenannten „britischen“ Variante des Coronavirus angesteckt wurden. In der Hauptstadt Zagreb sind es sogar 25 Prozent. Auch die „südafrikanischen“ und „New Yorker“ Varianten hätten sich schnell ausgebreitet.

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