Kommissar Breton: Positive Signale für Corona-sichere Sommerferien

"Es ist klar, dass die Situation schwierig bleibt," so Kommissar Breton in der Eröffnungssitzung eines Forums zu Nachhaltigkeit und Tourismus. [EPA-EFE/OLIVIER HOSLET]

Die Europäische Union hat bereits die richtigen und wichtigsten Bedingungen für eine „sichere Wiedereröffnung“ des Tourismus im Sommer geschaffen, so Binnenmarktkommissar Thierry Breton am vergangenen Freitag (14. Mai). Er warnte allerdings auch, dass die Branche für eine Erholung nach der COVID-19-Pandemie „noch einige Zeit brauchen wird“.

„Es ist klar, dass die Situation schwierig bleibt,“ sagte Breton in der Eröffnungssitzung eines Forums zu Nachhaltigkeit und Tourismus. „Ich bin jedoch sicher, dass wir endlich Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir haben jetzt die richtigen Instrumente und Bedingungen, um eine sichere Wiedereröffnung der Tourismussaison zu gewährleisten.“

Wichtig diesbezüglich sei eine weitere „beträchtliche Steigerung der Produktionskapazitäten“ für Impfstoffe, so Breton, der auch die Arbeitsgruppe für die EU-Strategie zur COVID-Impfung leitet. Er gehe weiterhin davon aus, dass „bis Mitte Juli […] genügend Dosen geliefert werden, um 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung“ der EU zu impfen.

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Darüber hinaus werde des sogenannte grüne digitale Zertifikat das sichere Reisen und den Tourismus in der EU möglich machen: „Das Europäische Parlament und der Rat sind nun bereit, die Verhandlungen über das Zertifikat bis Ende Mai abzuschließen,“ betonte Breton. „Und ich bin zuversichtlich, dass wir es bis zum Sommer fertig haben werden.“

Er warnte dennoch: „Die vollständige Erholung der Tourismus-Branche wird aber in jedem Fall noch Zeit brauchen.“

Angesichts dessen sollten Tourismusunternehmen „die Chancen des grünen und digitalen Wandels nutzen“ – vor allem mit Blick auf die veränderten Ansprüche der Touristen, argumentierte der Kommissar. Diese suchten zunehmend nach „grüneren Ferien, Reisezielen mit weniger Menschen und näher an der Natur“ – und generell nach Möglichkeiten, „einen kleineren ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.“

Abschließend bezeichnete der Franzose den Recovery and Resilience Fund der EU sowie den mehrjährigen Finanzrahmen für 2021-2027, der insgesamt 1,8 Billionen Euro an Ausgaben vorsieht, als „eine noch nie dagewesene Chance“ – auch für den Tourismussektor und die entsprechenden politisch Verantwortlichen in den Mitgliedsstaaten, die diese Branche stärken sollten.

[Bearbeitet von Frédéric Simon]

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