Kauf von WhatsApp: EU wirft Facebook irreführende Informationen vor

Der Facebook-Konzern hat einen schweren Imageschaden erlitten. [Marco Paköeningrat/Flickr]

Die EU-Kommission hat Facebook „irreführende Informationen“ zum Kauf des Messengerdienstes WhatsApp vorgeworfen.

Brüssel habe dem US-Unternehmen deshalb eine Beschwerde übermittelt, teilte die Kommission mit. Grund ist demnach die Datenweitergabe von WhatsApp-Daten an Facebook seit Ende August. Facebook hatte beim Kauf des Messengerdienstes versprochen, dies nicht zu tun.

Seit August wird unter anderem die Handynummer eines WhatsApp-Nutzers an  Facebook weitergegeben – unabhängig davon, ob der jeweilige Nutzer auch in dem sozialen Netzwerk aktiv ist. Außerdem werden alle im Telefonbuch des WhatsApp-Nutzers gespeicherten Nummern an Facebook weitergereicht.

Die Genehmigung der Übernahme durch die EU bleibe trotz der Beschwerde gültig, betonte die Kommission. Sie hatte im Oktober 2014 grünes Licht für den Kauf gegeben. Facebook zahlte für WhatsApp am Ende fast 22 Milliarden Dollar (rund 17,5 Milliarden Euro).

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