Impfzertifikate: Tschechien will Einzelabkommen mit anderen EU-Staaten

Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich bilaterale Abkommen mit den beliebtesten Reisezielen wie Griechenland und Kroatien zu erreichen," bestätigte Außenminister Jakub Kulhánek. Im Bild: Küstenabschnitt im kroatischen Dalmatien. [Shutterstock / Kite_rin]

Die tschechische Regierung arbeitet an „bilateralen Reiseabkommen“ mit mehreren EU-Mitgliedsstaaten, damit Bürgerinnen und Bürger, die gegen COVID-19 geimpft sind, uneingeschränkt durch zumindest diese Länder der Union reisen können.

„Nach eineinhalb Jahren verdienen die Menschen Urlaub im Ausland. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich bilaterale Abkommen mit den beliebtesten Reisezielen wie Griechenland und Kroatien zu erreichen,“ bestätigte Außenminister Jakub Kulhánek am Dienstag nach einem Treffen mit seinem ungarischen Amtskollegen Peter Szijjártó in Budapest.

Vergangene Woche habe er diesbezüglich bereits mit Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg gesprochen.

Kulhánek versicherte, man bevorzuge zwar nach wie vor eine gesamteuropäische Lösung in Form von digitalen Zertifikaten, fügte jedoch hinzu: „Wir wollen aber auch ein Abkommen mit unseren Nachbarn haben, einen Plan B. Die Impfung bleibt eine Priorität, was damit einhergehen sollte, dass geimpfte Menschen frei reisen können.“

Ministerpräsident Andrej Babiš deutete seinerseits an, dass tschechische Bürgerinnen und Bürger, die beide Impfdosen erhalten haben, ab dem 15. Mai ohne Quarantäne nach Deutschland, Österreich, die Slowakei, Polen, Ungarn oder Slowenien reisen könnten.

Aus Sicht von Gesundheitsminister Petr Arenberger könnte die Aussicht auf problemloses Reisen derweil einen positiven Effekt auf die Impfrate haben: Gerade junge Menschen würden so motiviert, sich impfen zu lassen.

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