EVP-Fraktionschef: „Zuckerberg muss ins Europaparlament kommen“

Mark Zuckerberg ist von Präsident Antonio Tajani ins Europaparlament vorgeladen worden. [Bild: JD Lasika, flickr]

Es sei „nicht respektvoll“ und ein „unannehmbares Verhalten“, sollte Facebook-Chef Mark Zuckerberg weiterhin die Einladung des Parlamentspräsident Antonio Tajani zu einer Ausprache ignorieren, sagte Manfred Weber (CSU) der Nachrichtenagentur AFP.

Angesichts des neuesten Datenskandals bei Facebook warnte Weber den Unternehmer Zuckerberg vor Konsequenzen für das soziale Netzwerk in Europa, sollte er nicht persönlich den EU-Abgeordneten Rede und Antwort stehen. „Wir haben die Möglichkeit, Facebook über den europäischen Datenschutz eine Menge Probleme zu bereiten“, sagte der CSU-Politiker. „Er muss kommen und dieselben Fragen klären, die auch der US-Kongress stellt.“ Dort wird Zuckerberg am Dienstag im US-Senat befragt, am Mittwoch dann im Repräsentantenhaus. EU-Parlamentspräsident Tajani hatte den Facebook-Chef im
März aufgefordert, auch ins EU-Parlament zu kommen.

Facebook steht wegen der Abschöpfung der Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica unter Druck. Diese soll daraus eine Datenbank erstellt haben, die dann unter anderem für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein soll. In Europa sind laut EU-Kommission möglicherweise bis zu 2,7 Millionen Nutzer betroffen.

EU fordert Klarstellung über Missbrauch von Facebook-Daten für US-Wahlkampf

Das vom Wahlkampfteam des heutigen US-Präsidenten Donald Trump beauftragte britische Unternehmen Cambridge Analytica hat einen Missbrauch von Daten von Millionen Facebook-Nutzern vehement zurückgewiesen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.