EU-Arzneimittelagentur prüft Medikament zur Behandlung von COVID-19

Das Medikament Remdesivir soll den Krankheitsverlauf bei Covis-19 Patienten verkürzen. [Tobias Arhelger/ Shutterstock]

Der US-Biotechkonzen Gilead hat nun auch in der EU die Zulassung für sein mit großen Hoffnungen verbundenes Medikament Remdesivir zur Behandlung von COVID-19-Patienten beantragt.

Die europäische Arzneimittelagentur EMA teilte am Montag mit, den Antrag auf Marktzulassung erhalten zu haben und sich innerhalb weniger Wochen dazu äußern zu wollen. Die Bewertung der Vorteile und Risiken von Remdesivir werde unter einem verkürzten Zeitplan erfolgen.

Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch ein Medikament für die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19. Gilead erhielt vor kurzem die US-Zulassung für die Verwendung von Remdesivir in Notfällen, nachdem der Arzneimittelhersteller Daten zur Verfügung gestellt hatte, die zeigten, dass das Medikament den Krankheitsverlauf bei Patienten verkürzen kann. Remdesivir gilt derzeit als der größte Hoffnungsträger unter den potenziellen Corona-Medikamenten, sein Hersteller Gilead ist dadurch verstärkt in den Fokus gerückt.

Am Wochenende hatte es in einem Agenturbericht geheißen, dass der britische Pharmakonzern Astrazeneca, der selbst einen Corona-Impfstoff entwickelt, im Mai an Gilead herangetreten ist, um einen möglichen Zusammenschluss auszuloten. Gilead sei aber nicht interessiert, berichtete Bloomberg. Der Sender CNBC meldete am Montag, die beiden Unternehmen seien nicht in aktiven Gesprächen. Gilead-Aktien legten zu Wochenbeginn zu, während die Papiere von AstraZeneca nachgaben.

Internationales Bündnis sammelt 7,8 Milliarden Euro für Impfprogramme

Bei einer Geberkonferenz sind am Donnerstag 7,8 Milliarden Euro für das internationale Impfbündnis Gavi zusammengekommen. Die Hilfen sollen in Impfprogramme in ärmeren Ländern fließen, die wegen der Corona-Pandemie ins Stocken geraten sind – und in einen Fonds für künftige Corona-Impfstoffe.

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