Draghi: Kein EM-Finale in Ländern mit steigenden COVID-Zahlen

Italiens Ministerpräsident Draghi sagte, er werde "dafür sorgen, dass das europäische Finale nicht in Ländern stattfindet, in denen die Ansteckungsrate weiter wächst". [EPA-EFE/ODD ANDERSEN]

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat gestern Berlin und Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht. Dabei äußerte er sich auch zur COVID-Lage in England und den dort stattfindenden Finalspielen der Fußball-EM.

Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen wurde Draghi unter anderem gefragt, wie er den aktuell wieder zu beobachtenden Anstieg der COVID-Fälle in Großbritannien und damit verbunden die Austragung der Fußball-EM-Finals in London einschätzt. Draghi antwortete dazu, er werde „dafür sorgen, dass das europäische Finale nicht in Ländern stattfindet, in denen die Ansteckungsrate weiter wächst“.

Zuvor hatten sich bereits deutsche Politiker, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, besorgt über die Austragung der Halbfinal- und Finalspiele im Londoner Wembley-Stadion gezeigt (EURACTIV berichtete).

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Auf den britischen Inseln kommt es aktuell zu einem Anstieg der COVID-19-Fälle, verursacht durch die Verbreitung der sogenannten Delta-Variante.

Daher bringt sich Rom bereits als möglicher Alternativ-Austragungsort des EM-Finales in Position. Die italienische Regierung erklärte sich bereit, die Kapazität des Olympiastadions – in dem bisher drei Spiele ausgetragen wurden – von derzeit 25 auf dann 50 Prozent zu erhöhen. Auch München geistert als mögliche Option für die Ausrichtung des Endspiels im Raum.

Im Gegensatz dazu hat sich der europäische Fußballverband UEFA bisher zuversichtlich gezeigt, das Turnier wie geplant zu Ende spielen zu können: „Die UEFA, der [englische] Verband und die englischen Behörden arbeiten eng und erfolgreich zusammen, um die Halbfinalspiele und das EM-Finale in Wembley zu organisieren. Es gibt keinerlei Pläne, den Austragungsort für diese Spiele zu ändern,“ so die Organisation in einer Mitteilung.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur ANSA betonte die britische Regierung, man werde alles dafür tun, „dass das Finale wie geplant in Wembley abgehalten werden kann – selbstverständlich unter Bedingungen, die die gesundheitliche Sicherheit aller gewährleisten.“

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