Coronavirus: WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, auf einer Pressekonferenz nachdem der Notstand ausgerufen wurde. [Jean-Christophe Bott/ epa]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Die „größte Sorge“ sei, dass sich das Virus auf Länder mit weniger gut ausgestatteten Gesundheitssystemen ausbreite, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag nach einer Krisensitzung vor Journalisten in Genf.

Die WHO sehe aber trotz des Notstands „keinen Grund“ für Reise- und Handelsbeschränkungen mit China, sagte der WHO-Direktor weiter. „Die WHO empfiehlt keinerlei Einschränkungen, sondern lehnt sie sogar ab.“ Die Entscheidung sei kein „Misstrauensvotum“ gegen China.

Die chinesischen Behörden meldeten bis Donnerstag über 7700 Infizierte, etwa 81.000 Menschen stehen unter Beobachtung. Seit dem Ausbruch der Lungenkrankheit im Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan starben demnach 170 Menschen. Außerhalb Chinas gibt es inzwischen mehr als 50 Infektionsfälle in mindestens 18 Ländern, davon vier in Deutschland.

Mehr und mehr ausländische Fluglinien stellten ihre China-Flüge ein. Immer mehr Länder empfehlen zudem ihren Bürgern, auf alle nicht dringend notwendigen Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

Neuartiges Coronavirus aus China hat Deutschland erreicht

Das neuartige Coronavirus aus China hat Deutschland erreicht: Der erste hierzulande infizierte Mann wird laut Behörden in einem Münchner Krankenhaus behandelt. Französische Gesundheitsbehörden meldeten am Dienstag einen vierten „schweren“ Fall in Frankreich.

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