Bürgermeister aus 37 Städten verabschieden gemeinsame Leitlinien zum Wiederaufbau

epa07913555 People's Climate March at the C40 World Mayors Summit in Copenhagen, Denmark, 11 October 2019. EPA-EFE/Tariq Mikkel Khan DENMARK OUT [Tariq Mikkel Khan/ epa]

Bürgermeister aus weltweit 37 Städten haben Donnerstag (7. Mai) einen gemeinsamen Handlungsrahmen vorgelegt, mit dem sie die Krankheit COVID-19 bekämpfen wollen. Ein „business as usual“ dürfe es auf keinen Fall geben.

Das globale „C40“ genannte internationale Städtebündnis hatte Ende April eine elfköpfige Task Force unter der Führung des Bürgermeistern von Mailand ins Leben gerufen, um die gemeinsamen Richtlinien zu entwerfen.

In der heutigen Grundlagenerklärung versichern die Städte, eine Rückkehr zum „business as usual“ zu verhindern, denn dies sei „eine Welt auf dem Weg zu einer Überhitzung von 3° C oder mehr.“ Stattdessen wollen die Bürgermeister sich darauf konzentrieren zu wollen,  ihr öffentliches Gesundheitswesen zu verbessern, Ungleichheiten zu verringern und die dabei die Klimakrise zu bekämpfen. Konjunkturpakete und öffentliche Investitionen sollen entsprechend ausgegeben werden.

Einen besonderen Fokus legen die Unterzeichner auf soziale Ungerechtigkeit, welche die Corona-Krise besonders sichtbar mache. „Wenn wir aus dieser Krise herauskommen, müssen wir eine Wirtschaft aufbauen, die wirklich für alle funktioniert“, sagte der C40-Vorsitzende und Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti.

Die Pandemie sei in vielerlei Hinsicht ein städtisches Phänomen, dessen Wurzeln in der Umweltzerstörung und dem Verhältnis der Menschheit zur Natur liegen, heißt es in der Erklärung. Weiter heißt es selbstkritisch, man sei trotz früherer Erfahrungen mit Ebola oder Sars nicht gut vorbereitet gewesen, weil man die Wissenschaft teilweise ignoriert habe.

Zu den europäischen Unterzeichnern gehören Lissabon, Oslo, Athen, Mailand, Kopenhagen, London, Barcelona und Rotterdam. Der Bürgermeister Athens, Kosta Bakoyannis, versprach eine Reihe umweltfreundlicher Initiativen im Wiederaufbau nach der Krise. Dazu gehöre unter anderem die Erweiterung des Recycling-Netzes der Stadt.

Die Corona-Pandemie hat sich vor allem in Städten ausgebreitet, wo Menschen auf dichtem Raum zusammenleben. In Deutschland sind Berlin, München und Hamburg die am schlimmsten betroffenen Orte. Zugleich fürchten Städte und Gemeinden aufgrund der erlahmenden lokalen Wirtschaft und geringerer Einnahmen aus der Gewerbesteuer tiefgehende finanzielle Einschnitte. So könnten dieses Jahr 40 bis 60 Milliarden Euro in den Kassen fehlen, warnte heute der deutsche Städte- und Gemeindebund.

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