Nachdem die aggressivste Form der Vogelgrippe, das Grippevirus H5N1, während der letzten drei Wochen in drei EU-Ländern bestätigt worden ist, erhöhen die Mitgliedstaaten ihre Warnstufen und beginnen, Maßnahmen zum Geflügelschutz umzusetzen.
Nach Monaten der Ruhe ist der Grippevirus H5N1 zurück in Europa.
Seitdem die Kommission über den ersten Verdacht des Grippevirus in der Tschechischen Republik am 20. Juni 2007 informiert worden war, wurde diese aggressive Form inzwischen bei Truthähnen wie auch bei Schwänen sowie bei einem Schwarzhalstaucher in Deutschland bestätigt. Der Verdacht von Vogelgrippe bei Wildvögeln im Nordosten Frankreichs wurde am 5. Juli 2007 bestätigt.
Die letzten Fälle von H5N1 in der EU-27 wurden auf drei Bauernhöfen im Südosten Englands und in Ungarn Ende Januar 2007 bestätigt.
Aufgrund der neuen Fälle erhöhen die Mitgliedstaaten ihre Warnstufen. Das französische Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, die Warnstufe von „mittelmäßig“ auf „hoch“ zu erhöhen. Dies bedeutet eine Verschärfung der Maßnahmen, um jeglichen Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln zu verhindern.
Seit den ernsten Fällen im Herbst 2005 hat die EU ihre Bemühungen verstärkt, ihre Reaktion auf die Verbreitung des Virus zu koordinieren und deren Beeinträchtigung der Geflügellieferungen zu vermeiden. Dennoch ist Vogelgrippe nach Europa zurückgekehrt. Einige Experten fürchten, dass die Fälle dieses Jahres bedeuten könnten, dass sich das Virus in Europa festsetzt und bleiben könnte.

