Vogelgrippe-Verdacht in Österreich und Deutschland [DE]

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Nach Griechenland und Italien scheinen nun auch Österreich und Deutschland von der hoch ansteckenden Vogelgrippe H5N1 betroffen zu sein. An der österreichisch-slowenischen Grenze sowie an der Ostsee wurden verendete Wildschwäne gefunden.

Der Vogelgrippetyp H5 ist in verendeten Schwänen in der Steiermark nahe der slowenischen Grenze und in Deutschland auf der Insel Rügen nachgewiesen worden. Das zentrale EU-Labor im britischen Weybridge soll nun herausfinden, ob es sich um den gefährlichen Virusstamm H5N1 handelt. Deutsche und österreichische Behörden gehen vom Schlimmsten aus.

In den betroffenen EU-Ländern sind bereits Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Die Lage sowie die Koordinierung nationaler Maßnahmen werden am 16. und 17. Februar 2006 bei einem Treffen des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit, der sich aus Sachverständigen der Mitgliedstaaten zusammensetzt, erörtert werden. 

Bislang gibt es in der EU noch keinen bestätigten Fall bei Geflügelbeständen. Dennoch sind die Verkaufszahlen in Italien um die Hälfte zurückgegangen, nachdem H5N1 in Italien nachgewiesen wurde. Die Situation ist noch schlimmer in Griechenland, wo seit dem 11. Februar 2006 90 % weniger Geflügelfleisch verkauft wurde.

Da die Vogelzüge in den nächsten Monaten beginnen werden und jeglicher Kontakt verhindert werden soll, haben Frankreich, Deutschland und die Niederlande Stallpflicht eingeführt.

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