Frankreich hat beschlossen, die Stallpflicht für alle Geflügelbestände einzuführen. Die Landwirtschaftsminister der einzelnen EU-Staaten werden sich am Montag (20.02.2006) treffen, um die Situation neu zu beurteilen.
Nachdem ein erster Fall des tödlichen H5N1-Viruses bei einer Wildente in Ain in der Nähe von Lyon aufgefunden wurde, treffen sich die EU-Landwirtschaftsminister am Montag (20.02.2006), um über das weitere Vorgehen gegen die Vogelgrippen zu beraten.
Französische Behörden haben eine Quarantäne in einem Umkreis von 3 km verhängt und erwägen die Impfung aller Tiere in Freilandhaltung.
Der niederländische Landwirtschaftsminister hat am Freitag (17.02.2006) angekündigt, dass er von der Kommission die Erlaubnis einholen wolle, eine flächendeckende Impfungskampagne des gesamten frei lebenden Geflügelbestands durchzuführen. Laut der niederländischen Presseagentur ANP zieht es Den Haag ebenfalls in Erwägung, die Impfungen auf sämtliches Nutzgeflügel auszuweiten.
Gemeinsam beschlossene vorbeugende Schutzmaßnahmen werden bereits in allen betroffenen EU-Staaten durchgeführt. Am 15. Februar hat der Ständiger Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit den nationalen Überwachungsprogrammen für Wildvögel und Nutztiere der EU-Mitgliedstaaten zugestimmt und entschieden, alle Importe unbehandelter Federn zu verbieten (s. EURACTIV, 16. Februar 2006).
Seit Januar hat sich die Vogelgrippe gen Westen ausgebreitet. Nach der Türkei sind nun auch Zypern, Griechenland, Italien, Slowenien, Bulgarien, Deutschland, Österreich und Ungarn betroffen. In Ungarn wurde die Vogelgrippe am 16. Februar bei Wildschwänen nachgewiesen. In Rumänien traten die ersten Fällen im Oktober letzten Jahres auf.
