Studie: Straßenverkehr ist ‚Hauptschuldiger‘ für Lärmbelästigung [DE]

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Stadtbewohner in der EU erachten den Straßenverkehr als die störendste Ursache von Lärmbelästigung. Dies zeigte eine Umfrage, die im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes durchgeführt wurde.

Das Ziel des Projektes „SILENCE“ ist es, Methoden zur Lärmminderung zu entwickeln und somit die Lärmbelastung der Europäer, besonders in städtischen Gebieten entscheidend zu verringern. Die Online-Umfrage untersucht, wie Lärm von Stadtbewohnern wahrgenommen wird.

Die ersten Umfrageergebnisse zeigten, dass sich 61% der in Großstädten lebenden Menschen vom Verkehrslärm belästigt fühlen, 23% von ihnen fühlten sich „sehr“ oder „extrem“ belästigt.

Als die störendste Lärmquelle wird bisher Straßenlärm genannt; 52% der Befragten äußerten ihre Verärgerung, wohingegen 16% sich über den Lärm der Bahn beklagten. Die Studie zeigte zudem, dass die empfundene Lärmbelästigung wesentlich von der Lärmempfindlichkeit eines jeden Einzelnen abhängig sei.

Lärm kann zu Schlafstörungen führen und die Lern-, die Motivation- und die Problemlösungsfähigkeiten eines Menschen beeinträchtigen. Man geht davon aus, dass geschätzte 1 800 frühzeitige Todesfälle – meist in städtischen Gebieten – auf übermäßige Lärmbelastung zurückzuführen seien und diese daher als eine Quelle städtischer Verschmutzung angesehen wird. 

Die Kommission wird im September 2007 ein Grünbuch zum städtischen Nahverkehr annehmen, das sich damit auseinandersetzen wird, wie man am besten zunehmenden Stauproblemen und der Verschmutzung in europäischen Städten begegnen könnte.

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