Während schwedische Behörden bestätigen, dass das hochgradig ansteckende H5-Vogelgrippevirus in ihrem Land identifiziert worden ist, meldet Deutschland den Fund einer an H5N1 verendeten Katze auf der Insel Rügen.
Am 28. Februar 2006 haben die schwedischen Behörden die Kommission darüber informiert, dass in der Region Oskarshamn an der Südküste Schwedens, zwei Wildenten gefunden wurden, die durch den hochgradig ansteckenden H5-Vogelgrippevirus gestorben sind. Proben der Tiere wurden für weitere Tests an das zentrale Referenzlabor der EU geschickt, um zu untersuchen, ob die Wildenten an dem tödlichen H5N1-Virus gestorben sind. Schweden führt bereits die von der EU-25 beschlossenen Schutzmaßen durch.
Aus Deutschland wird der Fund einer an H5N1 verendeten Katze auf der Insel Rügen gemeldet, wo bereits mehrere mit H5N1 infizierte Wildvögel gefunden wurden. Dies ist der erste Nachweis des H5N1-Viruses bei einem Säugetier in Europa. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Übertragung des Virus auf Säugetiere möglich ist. Wahrscheinlich hat sich die Katze durch den Verzehr eines infizierten Vogels angesteckt.
In Folge des Nachweises des H5N1-Viruses bei Truthähnen aus der Stallhaltung in Frankreich, haben bereits 20 Länder ein Importverbot für französisches Geflügel verhängt. Der Einfuhrstopp gilt auch für Geflügelprodukte wie FoisGras (Gänsestopfleber). Frankreich ist der größte Geflügelexporteur der EU. Ein Drittel der Exporte geht in Drittländer.
