Extreme Wetterlagen sind große Herausforderung für Lebensmittelversorgung

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Die Befragten, die für die nationalen öffentlichen Verwaltungen der EU-Staaten arbeiten, waren diesmal stärker über extreme Wetterereignisse, hohe Betriebskosten und Rohstoffpreise besorgt. [SHUTTERSTOCK/Edgar G Biehle]

Experten identifizierten Wetterextreme als eine der größten Herausforderungen für die Lebensmittelversorgung in Europa. Dies geht aus einer Bewertung der EU-Lebensmittelsicherheit hervor, die von der EU-Kommission am 16. April veröffentlicht wurde.

Der Bericht, der zweite seiner Art seit 2023, basiert auf den Erkenntnissen einer Expertengruppe. Sie setzt sich aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten, der Regionen und verschiedener Interessensgruppen aus der gesamten EU-Lebensmittelkette zusammen.

Die Ergebnisse der vorangegangenen Umfrage, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 durchgeführt wurde, zeigten, dass extreme Wetterereignisse, Importabhängigkeit und Transportengpässe zu den größten Herausforderungen für die Lebensmittelsicherheit gehören. Auch Marktvolatilität und hohe Betriebskosten zählen dazu.

Diese jüngste Bewertung zeigt, dass ähnliche Sorgen auch 2024 noch bestehen.

Diesmal waren die Befragten, die für die nationalen öffentlichen Verwaltungen der EU-Staaten arbeiten, jedoch stärker über extreme Wetterereignisse, hohe Betriebskosten und Rohstoffpreise besorgt.

Die Interessenvertreter der Industrie wiederum unterstrichen das allgemeine Risiko, das ungünstige Wetterverhältnisse für die Lebensmittelproduktion darstellen. Sie wiesen auf die Herausforderungen hin, die mit dem Transport verbunden sind. Dies betrifft vor allem den Fall, dass die Trockenheit die Kapazität der Binnenwasserstraßen aufgrund niedriger Wasserstände beeinträchtigt.

Reduzierte Gewinne

Trotz historischer Preisspitzen in den Jahren 2022 und 2023 haben die Preise für bestimmte Lebensmittel begonnen zu sinken. Dies wirkt sich auf die Gewinnspannen der Landwirte aus, da sie mit hohen Betriebskosten konfrontiert sind.

Die Expertengruppe stellte fest, dass dieser Trend die Landwirte dazu veranlassen könnte, sich für rentablere Kulturpflanzen zu entscheiden. Dies könne zu einer Verringerung der gesamten landwirtschaftlichen Produktion führen oder sogar einige dazu veranlassen, den Sektor zu verlassen.

„All diese Elemente, zusätzlich zu einem noch langen Zeitraum bis zur Ernte mit möglichen negativen Wetterentwicklungen, könnten die Lebensmittelversorgung im Jahr 2024 beeinträchtigen“, heißt es in der Bewertung.

Gleichzeitig hebt der Bericht die Stabilisierung der Lebensmittelinflation unter fünf Prozent Anfang 2024 hervor. Außerdem weist er auf einen leichten Rückgang der Einzelhandelspreise für Lebensmittel hin.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass diese Preissenkungen noch nicht zu einer Entlastung der Verbraucher, insbesondere der einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen, geführt haben.

Der Bericht hebt hervor, dass sich während des Inflationshochs im Jahr 2022 8,3 Prozent der EU-Bürger jeden zweiten Tag keine Mahlzeit mit Fleisch, Huhn, Fisch oder einer vegetarischen Alternative leisten konnten. Bei armutsgefährdeten Haushalten lag dieser Anteil sogar bei 20 Prozent.

Der Anteil der Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen, die sich keine Mahlzeiten mit tierischen oder pflanzlichen Proteinen leisten können, ist in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. Er reicht von 1,4 Prozent in Irland bis 22,1 Prozent in Rumänien.

[Bearbeitet von Angelo Di Mambro/Rajnish Singh]

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