Zwei Drittel der Restaurants in Portugal droht die Pleite

Leere Straßen und Restaurants in Lissabon, Portugal, 15 Januar 2021. [EPA-EFE/MARIO CRUZ]

Zwei von drei Unternehmen im portugiesischen Gaststättengewerbe sehen sich aktuell in der Lage, keine Löhne mehr zahlen zu können; und fast 60 Prozent teilten mit, sie stünden kurz vor der Insolvenz.

Das geht aus einer Umfrage des Gaststättenverbands PRO.VAR hervor. Die Organisation fordert daher dringend zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung der Branche.

Laut der Umfrage, die zwischen dem 28. Januar und dem 6. Februar durchgeführt wurde, haben 61,4% der Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes verloren.

Inzwischen war jedes fünfte Unternehmen in Bezug auf die Löhne im Rückstand, zwei Drittel konnten nicht alle Kosten bezahlen, und fast die Hälfte der Unternehmen (46,3%) war zahlungsunfähig oder bankrott.

Knapp 60% der Unternehmen erhielten jedoch keine Unterstützung, da sie nicht förderfähig waren.

„Geschlossen und ohne die Unterstützung und angesichts dieser Zahlen hat die Regierung keine andere Wahl, als zusätzliche Unterstützungsmechanismen zu schaffen, um Unternehmen zu retten, die bis Anfang 2020 ihre Funktionen durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Schaffung von Wohlstand und die Zahlung von Steuern erfüllt hatten“, so der Verband sagte in einer Erklärung.

In Deutschland, dürfen die deutschen Restaurants und Bars  seit November nur noch liefern oder zum Mitnehmen anbieten.

Kurzfristig konzentriert sich die Bundesregierung auf die Infektionsraten, anstatt Pläne zur Wiedereröffnung vorzuschlagen.

Die jüngste Runde der Überbrückungshilfe, die bis Juni gültig ist, erstattet Unternehmen bis zu 90% ihrer Fixkosten, betonte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) kurzlich gegenüber EURACTIV Deutschland.

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