Zollgespräche mit den USA gehen weiter

Die Warenausfuhren Richtung USA sind im letzten Jahr weiter gestiegen. [kees torn/Flickr]

Die Verhandlungen mit der US-Regierung über eine dauerhafte Abwendung der neuen amerikanischen Stahlzölle werden nach Angaben der EU-Kommission fortgesetzt.

“Der Prozess geht weiter”, sagte ein Kommissions-Sprecher am gestrigen Donnerstag in Brüssel. Auftakt sei eine Videokonferenz zwischen Handelskommissarin Cecilia Malmström und dem US-Handelsminister Wilbur Ross Anfang voriger Woche gewesen. In den Gesprächen, die in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, gehe es um Themen wie die Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt.

„Trump die rote Karte zeigen“

US-Präsident Trump erhebt Schutzzölle auf Stahl und Aluminium. Die EU droht mit Vergeltung: Erdnussbutter und Orangensaft geraten ins Visier. Kritiker befürchten einen Handelskrieg. EURACTIV sprach mit Bernd Lange.

Die US-Regierung hat Zölle auf Stahl und Aluminium aus einigen Ländern verhängt, nahm die EU aber vorerst bis zum 1. Mai aus. Diese Zeit wird nun genutzt, um auf dem Verhandlungsweg zu einer Lösung zu kommen. Mit dieser Strategie verprellt die EU allerdings womöglich andere Partner. Schließlich wollten sich die betroffenen Staaten zusammenschließen, um vor der WTO gegen die US-Zölle vorzugehen. Das hatten auch EU-Vertreter stets betont – bis es gelang eine Ausnahme zu erwirken.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte die Frist auf einem EU-Gipfel vor zwei Wochen angesichts der vielen offenen Themen mit Washington als “nicht sehr realistisch” bezeichnet.

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