Volkswagen plant offenbar größeren Konzernumbau

EU Europa Nachrichten

Volkswagen plant einen Umbau des Vorstands. [Rob Brewer/Flickr]

Der krisengebeutelte Volkswagen-Konzern denkt über einen größeren Umbau nach. Ein Börsengang der Nutzfahrzeug-Sparte dürfte dazugehören.

„Dass wir uns auch mit Fragen, wie die Governance und die langfristige Zukunft unserer Gesellschafterstruktur und die Struktur unseres Unternehmens betreffend befassen, das ist klar“, sagte Konzernchef Matthias Müller am Rande einer VW-Veranstaltung im Vorfeld des Genfer Autosalons. Gefragt, ob sich die Wolfsburger an Plänen von Daimler oder Continental orientieren, antwortete Müller: „Wir haben unsere eigenen Vorstellungen.“ Man wolle sich Zeit lassen, um die Pläne zu entwickeln.

Ein Teil der Pläne ist offenbar der Börsengang des Nutzfahrzeug-Geschäfts. Die Lkw-Sparte könne leichter abgespalten werden, weil es kaum Berührungspunkte mit dem Pkw-Geschäft gebe, verriet ein Insider. Das Management spreche bereits mit Eigentümern und Betriebsrat. Es komme darauf an, alle Kräfte im Konzern für die Pläne zu gewinnen. Wenn alles glatt gehe, könnten die Gespräche schon Ende des Monats beendet werden. Sicher sei dies jedoch nicht.

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Dazu Konzernchef Müller: “Das ist eine Überlegung, mit der wir uns permanent zu beschäftigen haben. Da geht es nicht nur um Truck & Bus, sondern um die Schlagkraft des VW-Konzerns insgesamt.” Das sei ein Dauerthema für den Vorstand. Es gebe aber noch keine Entscheidung.

Bei den Plänen für einen Umbau könnte auch die Idee der so genannten Markenwelten wieder aufleben, wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist. Der Konzern mit seinen zwölf Marken gilt schon seit längerem als sperrig. Bei der Bündelung müsse aber darauf geachtet werden, dass keine Synergien verloren gingen, betonte der besagte Insider. Über den Zuschnitt der möglichen neuen Struktur gebe es noch keine Klarheit. Ein Thema ist die Umstrukturierung der Marken schon lange.

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