USA wichtigster Handelspartner der EU

Die meisten EU-Exporte gehen in die USA. [© Jens Auer (CC BY-NC-SA 2.0)]

Die USA bleiben der wichtigste Handelspartner der EU. Doch auch China gewinnt an Bedeutung.

Im vergangenen Jahr summierten sich die Geschäfte mit den USA auf 631 Milliarden Euro und damit auf 16,9 Prozent des gesamten Warenverkehrs der Europäischen Union, wie das Statistikamt Eurostat am gestrigen Montag mitteilte. Knapp dahinter liegt China mit 573 Milliarden Euro und 15,3 Prozent auf Rang zwei mit deutlichem Vorsprung vor der Schweiz (261 Milliarden Euro und 7,0 Prozent).

Die Daten untermauern, wie sehr Europa unter einem Handelskonflikt mit den USA leiden würde. Gerade für Exportnationen wie Deutschland drohen massive Einbrüche. Seit Freitag gelten Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe in die USA, von denen die 28 EU-Mitglieder allerdings zunächst ausgenommen sind. Die Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump zielen dvor allem auf China.

Verschnaufpause für die EU im Handelsstreit mit den USA

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben von US-Präsident Donald Trump eine „permanente Ausnahme“ bei den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium gefordert.

Die Geschäfte mit den wichtigsten EU-Handelspartnern entwickelten sich zuletzt sehr unterschiedlich. Nach einem kräftigen Rückgang bis 2011 hat sich der USA-Anteil in den Jahren 2015 und 2016 auf fast 18 Prozent erhöht und war im vergangenen Jahr leicht rückläufig. Der Anteil Chinas hingegen verdreifachte sich seit 2000 nahezu. Der Anteil Russlands am gesamten EU-Warenverkehr sank von 2012 bis 2016 von knapp zehn auf etwa sechs Prozent und stieg im Vorjahr leicht auf 6,2 Prozent. Der Rückgang hat viel mit den Sanktionen zu tun. Der Anteil Japans hat sich seit 2000 mehr als halbiert – von 7,5 auf 3,5 Prozent 2017. Das könnte sich allerdings bald ändern, wenn das Handelsabkommen Jefta in Kraft tritt..

Für 17 der 28 EU-Staaten war Deutschland zuletzt das wichtigste Zielland heimischer Exporte. Die EU-Länder führten 2017 Waren im Wert von 5,2 Billionen Euro aus, wovon knapp zwei Drittel für einen anderen Mitgliedstaat bestimmt waren. Die wichtigsten von der EU gehandelten Warengruppen waren Maschinen und Fahrzeuge, sonstige bearbeitete Waren und chemische Erzeugnisse.

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