Amerikanische Farmer spüren chinesische Vergeltungszölle

US-Präsident Donald Trump verteidigt die amerikanischen Farmer und versucht, sie mit einem Rettungspaket zu unterstützen. [EPA/Olivier Douliery / POOL]

Chinesische Vergeltungszölle auf Agrargüter wie Sojabohnen, Milcherzeugnisse oder Fleisch treffen vor allem Farmer in den USA – trotz Rettungspaket der Regierung.

Die Bauern in den USA bekommen als erste die Folgen des Zollstreits zu spüren, weil sie auf die Exporte ihrer Produkte angewiesen sind. Als Vergeltung für die von Trump verhängten Strafzölle für Waren aus China sowie der EU, Kanada und Mexiko haben einige dieser Länder Zölle auf Agrargüter wie Sojabohnen, Milcherzeugnisse, Fleisch und Spirituosen verhängt. Mit den US-Bauern trifft dies insbesondere die Anhängerschaft Trumps. Dieser beschuldigt China nun per Twitter, für die Probleme der Bauern in den USA verantwortlich zu sein, verbunden mit der Drohung: “Wir waren nett – bis jetzt.”

Am Dienstag hatte Trump ein Zwölf-Milliarden Dollar-Hilfsprogramm für die Landwirtschaft angekündigt, um die Folgen des Handelskrieges für die Branche abzumildern. Viele Landwirte in den USA kritisierten dies jedoch mit der Begründung, sie wollten lieber Handel ohne Zölle als staatliche Hilfen.

Chinas Außenministerium erklärte, das Land sei zu einer Steigerung der Soja-Importe bereit gewesen. Dies sei aber an der Zollpolitik der USA gescheitert. Für die gegenwärtige Situation seien ausschließlich die USA verantwortlich.

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