Telefonat mit Trump: Merkel plädiert für Handelsdialog

Der amerikanische Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel während des G20-Gipfels 2017.

Kanzlerin Angela Merkel hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die angespannten Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU gesprochen.

Merkel habe für einen Dialog zwischen der EU und den USA unter Berücksichtigung des regelbasierten internationalen Handelssystems plädiert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstagabend mit. Nach Angaben des Präsidialamts in Washington sprachen Merkel und Trump auch darüber, sich zusammenzutun, um Chinas Handelspraktiken und angeblichen Diebstahl geistigen Eigentums zu begegnen.

China, der ungeliebte Handelspartner

Chinas Handelsmethoden stoßen in der EU auf immer stärkeren Widerstand. Brüssel will sich nicht mehr bieten lassen, dass Peking die europäische Wirtschaft unterwandert und politisch den Ton angeben will. 

Merkel und Trump hätten “den Wunsch nach weiterhin enger Zusammenarbeit beider Regierungen” bekräftigt, teilte Seibert mit. Im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf einen russischen Ex-Agenten in England betonten sie demnach ihre Solidarität mit Großbritannien und begrüßten das koordinierte Vorgehen der europäischen Staaten und Nato-Verbündeten “als ein starkes Signal der Einheit gegenüber dem russischen Verhalten”. Die Regierung in Moskau weist Vorwürfe zurück, hinter dem Anschlag zu stecken.

Auch die Lage in Syrien und die Entwicklung in Nordkorea seien Themen des Gesprächs gewesen, erklärte Seibert. Nach Angaben des Weißen Hauses sprach Trump zudem mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einem Telefonat über China und den Handel. Trump habe mit Blick auf Syrien auch auf eine engere Zusammenarbeit mit der Türkei gedrungen.

US-Strafmaßnahmen gegen China gefährden die globale Handelsordnung

Donald Trump will die US-Amerikaner vor »Diebstahl geistigen Eigentums« schützen. Die zu erwartenden Strafmaßnahmen richten sich gegen China, schaden aber auch der EU – und der Welthandelsorganisation, meint Laura von Daniels.

 

„Europe competitive“ ist die Antwort auf „Amerika first“ und „China strong“

Sich nicht vor der "gelben Gefahr" fürchten sondern Chinas Stärke als wirtschaftliche Herausforderung annehmen, das fordert der neugewählte Präsident von Eurochambres, Christoph Leitl.

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