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23/01/2017

Spanien plant für 2015 weniger Schulden als erwartet

Finanzen und Wirtschaft

Spanien plant für 2015 weniger Schulden als erwartet

Spaniens Wirtschaft erholt sich schneller als gedacht.

[Martin Abegglen/Flickr]

Positive Entwicklung in Spanien: Die Wirtschaft des Landes erholt sich schneller als bislang gedacht. Laut Internationalem Währungsfonds dürfte das Wirtschaftswachstum dieses Jahr mit mehr als drei Prozent so stark ausfallen wie in keinem anderen großen Land der Euro-Zone.

Wegen der anziehenden Wirtschaft kann sich Spanien dieses Jahr erlauben, deutlich weniger Schulden als geplant aufzunehmen.

Unter dem Strich müssen insgesamt nur 53 Milliarden Euro am Kapitalmarkt eingesammelt werden, wie Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Dienstag mitteilte. Im Dezember 2014 waren noch zwei Milliarden mehr veranschlagt worden.

Für mehr Spielraum sorgt die gut laufende Konjunktur, die dem Staat mehr Einnahmen beschert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass das Wirtschaftswachstum dieses Jahr mit 3,1 Prozent so stark ausfällt wie in keinem anderen großen Land der Euro-Zone.

Damit stehen die Aussichten gut, dass die Regierung in Madrid das Defizit wie geplant auf 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken kann. Das Land liegt jedoch noch immer über der im Maastricht-Vertrag festgelegten Obergrenze von drei Prozent. Dennoch kann sich Spanien derzeit am Markt so günstig finanzieren wie nie zuvor: Die Investoren zahlen sogar noch drauf. Für am Dienstag ausgegebene Geldmarktpapiere mit drei Monaten Laufzeit lag die Rendite bei minus 0,05 Prozent. bei einer vergleichbaren Auktion im Mai waren es minus 0,025 Prozent.