Saudi Aramco: Börsengang mit mindestens 20 Milliarden Dollar

Das saudische Unternehmen Saudi Aramco hat einen geschätzten Marktwert von 1,6 bis 1,7 Billionen Dollar. [Ali Haider / epa]

Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco hat bei seinem geplanten Börsengang einer Konsortialbank zufolge bereits umgerechnet knapp 20 Milliarden Dollar sicher.

Etwa ein Fünftel davon kam von rund 1,8 Millionen Kleinanlegern, wie am Donnerstag aus Zahlen der Samba Financial Group hervorging. Die Zeichnungsfrist für Kleinaktionäre endet am 28. November, institutionelle Investoren können sich noch bis zum 4. Dezember entscheiden.

Letztere stehen zwar für den größten Teil der bisher gezeichneten Aktien, doch die Emissions-Tranche für die institutionellen Investoren ist nach den Samba-Schätzungen nicht überzeichnet. Das war zuvor aus Bankenkreisen verlautet. Aramco war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Möglicher Tanker-Angriff zeigt die Unsicherheit auf den Ölmärkten

Der Rohölpreis ist am vergangenen Donnerstag (13. Juni) nach unbestätigten Berichten über einen Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman plötzlich gestiegen.

Aramco will zwar nur 1,5 Prozent des Staatskonzerns an die Börse bringen. Bei einem geschätzten Marktwert des Unternehmens von 1,6 bis 1,7 Billionen Dollar wäre dies aber dennoch ein rekordverdächtiger Börsengang. Nach einigen Fehlstarts hatte der Verkaufsprozess am 3. November begonnen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman will die Einnahmen in Branchen außerhalb der Ölindustrie investieren und den Golfstaat so unabhängiger von dem Rohstoff machen.

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