Ryanair lenkt im Streit mit den Piloten ein

Ryanair-CEO Michael O'Leary. [EPA-EFE/CARSTEN KOALL]

Der irische Billigflieger Ryanair lenkt im Streit mit den Piloten ein und lässt erstmals in seiner 32-jährigen Geschichte Gewerkschaften zu.

In der Vorweihnachtszeit ist der Druck seitens der Mitarbeiter gestiegen. Massive Streiks drohten dem Billigflieger, der für miese Arbeitsbedingungen durchaus bekannt ist.

Mit dem Schritt, Gewerkschaften zuzulassen will das Unternehmen einen Streik der Piloten verhindern, der für Freitag angekündigt worden war. „Die Anerkennung der Gewerkschaften wird eine signifikante Veränderung für Ryanair sein, aber wir haben uns in der Vergangenheit auch schon radikal geändert“, sagte Chef Michael O‘Leary am Freitag. Was woanders eine Selbstverständlichkeit ist, muss bei Ryanair schon als großes Zugeständnis gesehen werden.

Bei Ryanair stehen die Zeichen auf Streik

Kurz vor der Weihnachtszeit hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu Streiks beim irischen Billigflieger Ryanair aufgerufen.

Personalchef Edward Wilson sagte, Ryanair habe in der Vergangenheit einen Aufschlag bezahlt, um die Gewerkschaften fernzuhalten. Auf die Frage, ob nun der Streik abgesagt werde, sagte er, es sei um die Anerkennung der Gewerkschaften gegangen, und diese werde nun eingeräumt. Er gehe nicht davon aus, dass die Kosten nun stiegen.