Russland hebt Handelsembargo gegen Türkei teilweise auf

Wladimir Putin dämpft vor der Amtsübernahme Trumps antiwestliche Kritik. [Foto: dpa]

Russland hat Teile des vor einem Jahr verhängten Embargos gegen Importe aus der Türkei aufgehoben. Beide Länder vereinbarten zudem den Bau einer Gas-Leitung in die Türkei.

Seit Dienstag darf die Türkei nach Angaben der russischen Regierung wieder Zitrusfrüchte sowie Aprikosen, Birnen und Pflaumen exportieren. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte bereits am Montag bei seinem Staatsbesuch in Istanbul das Ende des Einfuhrverbots für bestimmte Produkte angekündigt. Beide Länder vereinbarten zudem den Bau einer Gas-Leitung in die Türkei. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu erklärte in Ankara, die Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern schreite voran.

Russland hatte das Embargo sowie andere Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei vor einem Jahr verhängt, weil türkische Jagdflugzeuge einen russischen Kampfbomber über dem türkisch-syrischen Grenzgebiet abgeschossen hatten. Bereits im Juli hatten beide Länder erklärt, sie wollten ihre bilateralen Beziehungen wiederbeleben, nachdem sich zuvor der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan für den Abschuss entschuldigt hatte.

Putin sagt Frankreich-Reise ab

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach dem jüngsten Streit mit der französischen Regierung über die Luftangriffe in Syrien nach französischen Angaben seinen geplanten Paris-Besuch verschoben.

Russlands Embargo gegen Agrar-Importe aus der Europäischen Union (EU) bleibt vorerst bestehen. Russland hatte mit dem Einfuhrverbot auf Sanktionen westlicher Staaten reagiert. Die EU und die USA hatten nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch die russische Föderation die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland eingeschränkt und gegen Putin-nahe Persönlichkeiten Einreiseverbote verhängt.