Rekordüberschuss im deutschen Staatshaushalt

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen 2016 23,7 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. [Foto: Jan_S/Shutterstock]

Der Haushaltsüberschuss der Bundesrepublik ist größer als gedacht.  Zu dem Rekordergebnis tragen mehrere Entwicklungen bei.

Der Überschuss im deutschen Staathaushalt ist 2016 deutlich größer ausgefallen als angenommen.

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen 23,7 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das sind 4,5 Milliarden Euro mehr als zunächst geschätzt.

„Das ist absolut gesehen der höchste Überschuss, den der Staat seit der deutschen Wiedervereinigung erzielte“, erklärten die Statistiker. Die Summe entspricht 0,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. 2015 hatte es ein Plus von 0,7 Prozent und 2014 von 0,3 Prozent gegeben, 2013 dagegen ein Defizit von 0,2 Prozent.

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Für das Rekordergebnis sorgten steigende Steuer- und Beitragseinnahmen wegen der guten Konjunktur mit wachsender Beschäftigung und höheren Löhnen. Gleichzeitig wurden die Haushalte durch niedrige Zinskosten entlastet. Für dieses Jahr rechnen die meisten Experten mit einem erneuten Überschuss. Im Januar lagen die Steuereinahmen von Bund und Ländern um vier Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Den höchsten Überschuss meldete im vergangenen Jahr die Sozialversicherung mit 8,2 Milliarden Euro, gefolgt vom Bund mit 7,7 Milliarden Euro. Die Länder kamen auf ein Plus von 4,7 Milliarden Euro, die Gemeinden auf 3,1 Milliarden Euro.

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