Porsche muss im Dieselskandal Bußgeld von 535 Millionen Euro zahlen

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte wegen illegaler Abschalteinrichtungen in der Abgasreinigung den Rückruf von zehntausenden Porsche-Fahrzeugen angeordnet. [Alexander Kirch / shutterstock]

Der Autobauer Porsche muss im Dieselskandal ein Bußgeld von 535 Millionen Euro zahlen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängte die Strafe gegen das Unternehmen wegen fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die Volkswagen-Tochter verzichtete demnach auf Rechtsmittel gegen den Bescheid. Im vergangenen Jahr hatte bereits VW selbst ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro akzeptiert, Audi zahlte 800 Millionen Euro.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte wegen illegaler Abschalteinrichtungen in der Abgasreinigung den Rückruf von zehntausenden Fahrzeugen des Premiumherstellers angeordnet. Vor diesem Hintergrund leitete die Staatsanwaltschaft ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Porsche ein, das mit dem Bußgeldbescheid nun rechtskräftig abgeschlossen ist.

Das Unternehmen bezeichnete dies als „weiteren wichtigen Schritt zur Beendigung der Dieselthematik“. Porsche verwies zudem darauf, dass es bereits den Ausstieg aus dem Diesel verkündet habe.

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