Polen wird für chinesische Investitionen attraktiver

Chinesische Container in Malaszewicze, nahe der polnisch-belarussischen Grenze. [EPA/WOJCIECH PACEWICZ]

Polen war im Jahr 2020 eines der wichtigsten EU-Ziele für chinesische Investitionen, teilte das Polnische Wirtschaftsinstitut (PIE) am Donnerstag mit.

Nach Angaben des Instituts ist der Gesamtwert der chinesischen Investitionsprojekte in Polen im vergangenen Jahr auf etwa eine Milliarde US-Dollar zu schätzen. Die einzigen zwei EU-Länder mit höheren chinesischen Investitionen seien demnach Deutschland mit Projekten im geschätzten Wert von zwei Milliarden Dollar und Frankreich mit ebenfalls rund einer Milliarde Dollar.

Das PIE teilte weiter mit, dass der Großteil der Investitionen Chinas in Polen mit zwei großen Logistikzentrumsprojekten verknüpft war.

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„Das Ausmaß der chinesischen Investitionen in Polen im vergangenen Jahr ist umso überraschender, als dass sie im Jahr 2020 ansonsten auf dem niedrigsten Niveau in der Europäischen Union seit 2013 lagen: Im Jahr 2020 investierten chinesische Unternehmen insgesamt 7,5 Milliarden Dollar in Europa, was einem Rückgang von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht,“ so das PIE.

Auf globaler Ebene fielen die chinesischen Investitionen ebenfalls; um 37 Prozent von rund 53 auf 34 Milliarden Dollar. Damit sind die Auslandsinvestitionen seit dem Rekordjahr 2017, in dem weltweit 139 Milliarden Dollar ausgegeben wurden, kontinuierlich gesunken.

Bisher hatten chinesische Investoren darüber hinaus relativ wenig Interesse an den Ländern der Visegrad-Gruppe gezeigt. Den größten Zufluss an chinesischem Kapital verzeichnete seit Anfang 2019 Ungarn (insgesamt 2,4 Milliarden Dollar), gefolgt von Polen und Tschechien mit 1,2 bzw. 1 Milliarde Dollar. Die Slowakei lag mit 0,1 Milliarden Dollar an chinesischem Investitionskapital deutlich dahinter, so das PIE.

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