Polen soll Aufkauf von Gas-Monopolist überprüfen

PKN Orlen will den Gasmonopolisten PGNiG übernehmen [EPA-EFE/Toms Kalnins]

Die Europäische Kommission hat das polnische Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz (UOKiK) gebeten, die Übernahme des Gasmonopolisten PGNiG durch den größten Raffineriebetreiber des Landes, PKN Orlen, zu prüfen. Das bestätigte das UOKiK am Freitag.

Laut UOKiK könnten auch die Beteiligten der angedachten Transaktion die Europäische Kommission bitten, die Übernahme zu prüfen, wenn man der Ansicht sei, dass dadurch der Wettbewerb im Land „erheblich beeinträchtigt“ werden könnte.

Orlen hatte erst vor kurzem Ruch übernommen, ein Unternehmen, das Presseverkaufsstellen, Post- und Kurierdienste besitzt, sowie die Mediengruppe Polska Press, die diverse Lokalzeitungen und -magazine führt. Der größte Raffineriebetreiber des Landes ist außerdem im Begriff, mit dem zweitgrößten staatlichen Kraftstoffunternehmen Lotos zu fusionieren.

All diese Übernahmen und Fusionen sind von der Europäischen Kommission genehmigt worden.

Grundsätzlich prüft die EU-Exekutive alle Transaktionen, wenn der gemeinsame weltweite Umsatz der beteiligten Unternehmen fünf Milliarden Euro übersteigt und/oder der gemeinsame EU-weite Umsatz von mindestens zwei beteiligten Firmen jeweils mehr als 250 Millionen Euro beträgt.

In Polen ist ansonsten in der Regel der Präsident des UOKiK für Fusionen zuständig, die Auswirkungen in Polen haben (können), aber keine EU-weite Bedeutung haben.

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