Nächtliche EU-Verhandlungen bringen vorerst keine Einigung auf Corona-Hilfen

Morgen treffen sich die FinanzministerInnen der EU-Staaten. Im Bild: Das Treffen im April, hier aus der Sicht des niederländischen Finanzministers Wopke Hoekstra. [BART MAAT/EPA]

Die EU-Finanzminister haben sich bisher nicht auf Hilfen für finanziell schwächere Länder in der Corona-Krise einigen können.

Die Gespräche gingen weiter, hieß es am Mittwochmorgen aus EU-Kreisen. „Es gibt bisher keine Vereinbarung“. Die Minister haben seit Dienstagnachmittag in einer Video-Konferenz mit mehreren Unterbrechungen versucht, einen Durchbruch zu erzielen.

Gentiloni: Virus als neuer Impuls für internationale Digitalsteuer?

Die Belastung der Wirtschaft infolge des Coronavirus-Ausbruchs macht deutlich, wie wichtig es ist, sich auf einen globalen Rahmen für Digitalbesteuerung zu einigen, so EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

Probleme bereitete am Dienstagabend insbesondere die Forderung Italiens, gemeinsame Corona-Bonds in die Abschlusserklärung aufzunehmen. Hinzu kam die Frage, welche Bedingungen an Finanzhilfen des Euro-Rettungsfonds ESM geknüpft werden sollen.

Ob es im Laufe der Nacht hier Fortschritte gab, blieb zunächst unklar. Eurogruppen-Chef Mario Centeno hatte am Dienstag eine zunächst für den Abend geplante Pressekonferenz auf Mittwochvormittag (10.00 Uhr) verschoben.

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