Moscovici erwartet größeren Beitrag Deutschlands für EU-Haushalt

Der EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici [European Commission]

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici schlägt vor, Schulden in der EU auf lange Sicht zu vergemeinschaften. und er erwartet mehr von Deutschland.

„Die EU-Kommission schlägt keine Euro-Bonds vor“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch. Auf lange Sicht, in einer vollständig integrierten Eurozone, könne man aber auch „über eine Vergemeinschaftung neuer Schulden sprechen“.

Moscovoci machte dem Bericht zufolge deutlich, dass er sich einen größeren Beitrag Deutschlands für die EU erwartet. „Es geht uns nicht darum, eine Transferunion zu schaffen. Aber wenn wir einen europäischen Haushalt für Investitionen schaffen, brauchen wir Mittel von allen Mitgliedstaaten – entsprechend ihrer wirtschaftlichen Stärke“, sagte er.

Oettingers Szenarien den für EU-Haushalt

Der Brexit könnte Deutschland nach Einschätzung von EU-Haushaltskommissars Günther Oettinger (CDU) rund eine Milliarde Euro kosten.

Sinn der Eurozone sei, dass die starken Länder stark blieben und die schwachen Länder stärker würden. Das liege auch im Interesse Deutschlands, so Moscovici. „Deutschland hat nichts zu fürchten von südeuropäischen Ländern, die stärker werden. Deutschland ist bei Weitem die stärkste Volkswirtschaft.“

Weitere Informationen

Monti-Gruppe: Brexit als Chance für den EU-Haushalt

Der EU-Haushalt müsse transparenter werden, damit andere Länder dem Beispiel Großbritanniens nicht folgen, meint Ivailo Kalfin, Mitglied der Monti-Gruppe im Interview mit EURACTIV Brüssel. Der Brexit berge aber auch die Möglichkeit, den Britenrabatt abzuschaffen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 9 Uhr Newsletter.