Mexiko: Nafta-Abkommen mit USA nicht um jeden Preis

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Donald Trump will eine Grenzmauer zwischen Mexiko und des USA bauen. Doch es gibt weiterhin Widerstand. [Foto: DarwelShots/Shutterstock]

Mexiko schließt einen Austritt aus dem Nafta-Freihandelsabkommen bei den von US-Präsident Donald Trump angestrebten Neuverhandlungen nicht aus.

„Wir werden nur dabei bleiben, wenn es für Mexiko passt“, sagte Außenminister Luis Videgaray am Dienstag im Parlament. Nafta sei kein Glaubensbekenntnis oder eine dogmatische Haltung, sondern ein Instrument um Arbeitsplätze zu schaffen. Die Regierung werde keine Änderungen an dem Abkommen akzeptieren, die der mexikanischen Wirtschaft schadeten. Die von Trump angedrohten Zölle oder Importquoten lehnte der Minister erneut ab.

Er kündigte zudem an, dass sich Mexiko angesichts der Trump-Politik künftig um engere Beziehungen zu China kümmern müsse. Erst kürzlich hatte Videgaray erklärt, auch die wirtschaftlichen Verbindungen mit Deutschland ausbauen zu wollen.

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Trump hält das Nafta-Abkommen mit Mexiko und Kanada für unvorteilhaft für die USA und will es neu verhandeln. Die US-Beziehungen zu dem Nachbarland sind zudem erheblich belastet, weil der Republikaner den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt hat, um damit illegale Einwanderung und Drogenschmuggel zu bekämpfen.

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