May sichert in China Deals über zehn Milliarden

Premierministerin Theresa May fand deutliche Worte Richtung Russland. [EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ]

Mit Investitionsabkommen über umgerechnet mehr als zehn Milliarden Euro im Gepäck hat die britische Premierministerin Theresa May heute ihre China-Reise beendet.

Die Verträge sind vor dem Ausstieg aus der EU eine wichtige Etappe auf dem Weg, mit der Volksrepublik und anderen Ländern zukunftsweisende Freihandelsabkommen zu erzielen. “Wir ergreifen die Gelegenheit, ein immer weltoffeneres, global orientiertes Großbritannien zu werden”, sagte May auf einer Wirtschaftskonferenz in Shanghai.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hatte bei einem Treffen mit ihr bereits am gestrigen Donnerstag davon gesprochen, eine neue “goldene Ära” in den Beziehungen beider Staaten zu begründen, wie Staatsmedien berichteten.

Britische Airlines warnen vor Brexit-Bruchlandung

Die britische Luftfahrtindustrie erwartet einen chaotischen Brexit. Die Airlines bereiten sich auf das Schlimmste vor.

Die vereinbarten Verträge sehen Investitionen über mehr als 9,3 Milliarden Pfund vor. Sie sollen nach Angaben der Regierung in London mehr als 2500 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich schaffen. Allein Finanzfirmen sicherten sich Zusagen über gut eine Milliarde Pfund. Ein vorrangiges Anliegen der britischen Seite ist, für die wichtige heimische Finanzbranche Marktzugang in der nach den USA weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zu erhalten. Die Chinesen wiederum zeigten sich erfreut über Mays Begeisterung für die von ihnen gestützte Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) und das ehrgeizige Handelsprojekt einer neuen Seidenstraße.

Für das Vereinigte Königreich ist die Suche nach neuen Handelspartnern gerade zentral, da durch den Brexit Verluste auf dem EU-Binnenmarkt drohen, die so kompensiert werden sollen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe