Kroatien und China versprechen weitere Zusammenarbeit

Kroatiens Premier Andrej Plenkovic betonte, die globale Pandemie habe gezeigt, wie wichtig gute Regierungsführung und multilaterale Zusammenarbeit seien. [EPA-EFE/JOHANNA GERON]

Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenković hat am Donnerstag Yang Jiechi, Direktor des Zentralen Büros für chinesische Außenpolitik und Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas, in Zagreb empfangen.

Plenković dankte zu diesem Anlass den chinesischen Behörden für die Zusammenarbeit bei der regelmäßigen Lieferung von medizinischer Ausrüstung und insbesondere die Bereitschaft zur Kooperation im Kampf gegen das Coronavirus. Die globale Pandemie habe gezeigt, wie wichtig gute Regierungsführung und multilaterale Zusammenarbeit seien, hieß es in einer Pressemitteilung weiter.

Yang sagte seinerseits, China wünsche sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Ländern in Mittel- und Osteuropa auf Basis marktwirtschaftlicher Prinzipien. Man wolle weitere „Projekte zum beiderseitigen Nutzen“ schaffen. Die beiden Politiker äußerten sich zufrieden über die Fortsetzung großer Bauprojekte in Kroatien.

Yang hatte seinen Besuch in Zagreb und der slowenischen Hauptstadt Ljubljana am vergangenen Sonntag angekündigt. Seit Montag weilte er in Moskau, um an der 16. strategischen und sicherheitspolitischen Konsultation zwischen Russland und China teilzunehmen.

Kurz zuvor hatte Litauen angekündigt, die „17+1“-Initiative für die Zusammenarbeit zwischen China und Ländern aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa zu verlassen. Nach dieser Ankündigung scheint man in Peking aktuell bestrebt, weitere europäische/EU-Partner zu finden, die das Überleben der (nun) “16+1”-Initiative sichern sollen.

In Bezug auf Kroatien könnte der chinesischen Führung derweil ein anderer Deal sauer aufstoßen: Kroatien und Taiwan haben ebenfalls den Ausbau ihrer Wirtschaftsbeziehungen vereinbart. Die beiden Länder wollen die Zusammenarbeit in den Bereichen IT, Tourismus, Lieferung von medizinischen Geräten, Kosmetika und Lebensmitteln ausbauen, hieß es bei einem Treffen des Taiwan-Croatia Business Council am Donnerstag.

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