Kartellstrafen: EU-Kommission verhängt Geldbußen in Rekordhöhe

Immer mehr Menschen in Deutschland verdienen eine Million Euro und mehr. [Marian Weyo/Shutterstock]

Die EU-Wettbewerbshüter haben 2016 so hohe Kartellstrafen verhängt wie nie zuvor.

Insgesamt wurden Firmen Geldbußen von 3,73 Milliarden Euro aufgebrummt, wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht. Im Jahr zuvor waren es rund 365 Millionen Euro.

Die jetzige EU-Kommission trat ihr Amt erst Ende 2014 an. 2014 und 2013 beliefen sich die Strafen auf jeweils rund 1,7 Milliarden Euro. Der weitaus größte Batzen entfiel 2016 auf die Teilnehmer eines Lkw-Kartells, die insgesamt die Rekordsumme von fast drei Milliarden Euro zahlen mussten. Allein Daimler wurde dabei zu einer Strafe von gut einer Milliarde Euro verdonnert.

EU verdonnert Lkw-Kartell zu Rekordstrafe von fast drei Milliarden Euro

Das tut selbst Großunternehmen richtig weh: Die EU-Kommission hat gegen vier Lastwagen-Bauer wegen Preisabsprachen eine Rekordstrafe von insgesamt 2,93 Milliarden Euro verhängt.

Am höchsten fiel die Geldbuße für den deutschen Hersteller Daimler mit gut einer Milliarde Euro aus, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Ungeschoren …

Einer Studie der Anwaltskanzlei Allen & Overy zufolge haben Aufsichtsbehörden 2016 weltweit insgesamt sechs Milliarden Euro an Geldbußen wegen unerlaubter Absprachen von Firmen verhängt. Hauptgrund sei die „aggressive Kartellverfolgung der EU“ gewesen.

Millionenbußgeld gegen EURIBOR-Kartell

Die EU-Kommission hat Geldstrafen gegen JP Morgan, Crédit Agricole und HSBC verhängt. Sie sollen Teil eines Euro-Zinsderivate-Kartells gewesen sein, dass im Dezember 2013 aufgedeckt wurde. EURACTIV Brüssel berichtet.

Kommission verhängt Kartellstrafen in Höhe von 1,71 Milliarden Euro

Die EU-Kommission hat Kartellstrafen in Höhe von insgesamt 1,71 Milliarden Euro gegen acht europäische Großbanken verhängt. Hintergrund ist die Manipulation der Interbanken-Zinssätze Libor und Euribor.

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