Kabinett beschließt Milliardenhilfe für Familien

Das heute im Kabinett beschlossene Gesetzespaket soll im Sommer vom Bundestag beschlossen werden. [Felipe Trueba/ epa]

Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, hat das Bundeskabinett heute sein Familienpaket verabschiedet. Damit sollen Familien mit geringeren Einkommen ab 2019 jährlich mehrere Hundert Euro zusätzlich im Portemonnaie haben.

Das heute von den Ministern angenommene Paket beläuft sich auf Entlastungen von 9,8 Milliarden Euro pro Jahr. Das Kindergeld soll ab dem 1. Juli 2019 um zehn Euro pro Kind erhöht und der Kinderfreibetrag entsprechend für 2019 und 2020 um je 192 Euro auf dann 7812 angehoben. Diese Maßnahmen hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart.

Ab dem 1. Januar 2019 soll außerdem der Grundfreibetrag um 132 Euro erhöht werden, so dass dieser bei 9168 Euro liegt. Für 2020 ist eine weitere Anhebung des Grundfreibetrags auf 9408 Euro vorgesehen. Zudem will Bundesfinanzminister Olaf Scholz mittlere und untere Einkommen unterstützen, indem eine Verschiebung der Eckwerte bei der Einkommensteuer und eine Erhöhung des Grundfreibetrags die sogenannte kalte Progression, eine Art passiver Steuererhöhung, bekämpfen sollen.

Soziales Deutschland? Der lange Weg zur Chancengleichheit

Vom Tellerwäscher zum Millionär – in Deutschland kaum möglich. Minijobs, ein unflexibles Schulsystem und zu wenig Kitaplätze führen dazu, dass vor allem die Herkunft für die Karriere entscheidend ist.

Der Bund der Steuerzahler geht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge davon aus, dass eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Brutto-Einkommen von 45.000 Euro ab 2019 damit 220 Euro mehr im Jahr zur Verfügung hat. Früheren Berechnungen des Finanzministeriums zufolge wird eine Familie mit einem jährlichen Brutto-Einkommen von 60.000 Euro 2019 um 9,4 Prozent oder 251 Euro entlastet. 2020 sind es dann 20,3 Prozent oder 530 Euro. Der Bundestag soll über das Entlastungspaket nach der Sommerpause beraten.

Weitere Informationen

Bundeskabinett beschließt Haushalt für 2018

Heute hat das Bundeskabinett seinen Haushalt für 2018 verabschiedet. Investitionen steigen zumindest bis näches Jahr an, dabei soll es bei einer schwarzen Null bleiben.

Alte arbeiten mehr, Altersarmut stagniert

Eine Untersuchung der EU-Kommission zeigt: 17,3 Millionen Menschen ab 65 sind armutsgefährdet, vor allem Frauen. Die Zahl stagniert, dabei sind immer mehr Alte erwerbstätig.

Deutsche Sozialleistungen locken tschechische Arbeiter

Tschechische Firmen leiden unter Arbeiter-Mangel, da immer mehr Bewohner der grenznahen Region zum Arbeiten nach Deutschland pendeln. Gewerkschaften rufen die EU-Kommission zum Handeln auf.

Subscribe to our newsletters

Subscribe