Handelsdiplomatie am Wochenende

Der Welthandel bleibt großes Thema. Nun bandeln USA und Japan an. [kees torn/Flickr]

Inmitten des Zollstreits mit den USA will EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Samstag mit Vertretern der USA und Japans sprechen.

Geplant ist das Treffen in Brüssel schon seit Wochen. Durch die jüngsten handelspolitischen Scharmützel mit den USA bekommt es eine besondere Bedeutung. Es soll genutzt werden, um dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer die Position der Europäischen Union deutlich zu machen, sagte ein Vertreter der EU-Kommission.

Die EU hat die Pläne von US-Präsident Donald Trump, Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte zu erheben, scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Strafzölle auf Erdnussbutter, Whiskey und Orangensaft wurden angekündigt. „Das hat die Umstände des Treffens signifikant verändert“, sagte der Kommissionsvertreter. „Die Kooperation der drei Staaten steht nach den Entwicklungen der vergangenen Woche in Frage.“

Nimm das, Donald Trump!

Die EU will sich gegen die US-Schutzzölle auf Stahl und Aluminium wehren – mit Sonderabgaben auf Orangensaft und Erdnussbutter.

Die USA, die EU und Japan haben beim Treffen der Welthandelsorganisation WTO im Dezember vereinbart, gemeinsam gegen Stahl-Überkapazitäten vorzugehen. Sie haben China wiederholt für seine Subventionen an Staatskonzerne kritisiert. Für Ärger sorgen die chinesischen Überkapazitäten zum Beispiel in der Stahl- und Aluminiumindustrie und die daraus resultierenden Billigexporte, mit denen der Weltmarkt geflutet wird.

Japan könnte als Handelspartner für die EU in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Während das TTIP-Abkommen mit den USA auf Eis liegt, steht das Jefta-Abkommen mit Japan laut Mitgliedern der EU-Verhandlungsdelegation kurz vor dem Abschluss.

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