Großbritannien und Neuseeland verhandeln Freihandelsabkommen

Die britische Staatssekretärin für internationalen Handel, Elizabeth Truss. [Will Oliver/ epa]

Großbritannien und Neuseeland haben offiziell Gespräche über ein Freihandelsabkommen (FTA) aufgenommen. Neuseeland würde damit zu den ersten Ländern gehören, die nach dem Brexit ein Abkommen mit Großbritannien aushandeln.

“Im Umfeld nach dem Brexit ist es sinnvoller denn je, dass wir zusammenarbeiten, um diese Partnerschaft für die Zukunft auszubauen”, sagte der neuseeländische Handelsminister David Parker am Mittwoch. Die erste Verhandlungsrunde werde voraussichtlich ab Mitte Juli per Videokonferenz stattfinden.

Das FTA, das seit einiger Zeit informell zwischen beiden Nationen diskutiert wird, werde mehr Export-Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen sowie für indigene Maoris und regionalen Gemeinschaften eröffnen, fügte Parker hinzu. Großbritannien ist Neuseelands sechstgrößter Handelspartner mit einem Handelsvolumen im vergangenen Jahr von fast 3,87 Milliarden Dollar.

Auch mit der EU strebt Großbritannien weiterhin ein Freihandelsabkommen an. „Es gibt viel Spielraum, um die notwendigen Lösungen zu finden“, schrieb der britische Premierministerkandidat Boris Johnson seiner wöchentlichen Kolumne für die Zeitung The Telegraph mit Blick auf die festgefahrenen Brexit-Gespräche.

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