„Größtes Abkommen der US-Geschichte“

US-Präsident Trump spricht vor der Presse über das neue USMCA-Abkommen. [EPA-EFE/JIM LO SCALZO]

Anstelle des nordamerikanischen Freihandelsvertrags von 1994 zur Regelung von Warenströmen im Volumen von jährlich 1,2 Billionen Dollar rückt die USA-Mexiko-Kanada-Vereinbarung USMCA. Trump lobte das Abkommen als das „Größte der US-Geschichte“.

Nach Mexiko einigte sich nun auch Kanada mit den USA darüber. „Das ist ein großartiger Deal für alle drei Länder“, twitterte US-Präsident Donald Trump am Montag. USMCA sei ein historischer Abschluss.

Trump rühmte die Neuauflage des Abkommens mit Kanada und Mexiko als wichtigstes Handelsabkommen in der Geschichte der USA. Das Abkommen werde Nordamerika wieder in ein „Kraftzentrum der verarbeitenden Industrie“ verwandeln, sagte bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. China und die EU ließ er wissen, für sie sei es „ein Privileg“, mit den USA Handel treiben zu können.

Die USA und Kanada hatten sich am späten Sonntagabend (Ortszeit) kurz vor Ablauf einer Frist, die die US-Regierung gesetzt hatte, auf eine Neuauflage des NAFTA-Abkommens geeinigt. Der fast 25 Jahre alte Vertrag soll durch eine neue Vereinbarung namens USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) ersetzt werden. Die USA und Mexiko hatten sich bereits Ende August auf eine bilaterale Neufassung des Drei-Länder-Freihandelsabkommens verständigt.

Das neue Abkommen regelt Handel im Wert von 1,2 Billionen US-Dollar, was es nach den Worten des Präsidenten „zum größten Handelsabkommen in der Geschichte der Vereinigten Staaten macht“. USMCA erlaube es den USA, „eine Lieferkette zurückzugewinnen, die wegen unfairer Handelsangelegenheiten in die Welt ausgelagert worden ist“.

Für die Einigung zwischen den USA und Kanada mussten beide Seiten, die seit sechs Wochen intensiv verhandelt hatten, Zugeständnisse machen: So erklärte sich Kanada bereit, seinen streng regulierten Markt für Milch und Milchprodukte weiter zu öffnen. Die USA sagten unter anderem zu, 2,6 Millionen kanadische Fahrzeuge von Importzöllen zu befreien.

Die von den USA verlangte „Sunset“-Klausel, wonach das Abkommen alle fünf Jahre hätte neu abgesegnet werden müssen, wurde abgemildert. Der Vereinbarung zufolge bleibt USMCA 16 Jahre in Kraft und wird alle sechs Jahre überprüft.

EU reagiert auf Chinas Neue Seidenstraße

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat eine Strategie angekündigt, mit der Europa und Asien besser vernetzt werden sollen.

Mehr als zwei Drittel aller kanadischen Exporte gehen in die USA, umgekehrt ist Kanada der größte Exportmarkt für die Vereinigten Staaten. Trump hatte auf eine Neuverhandlung des Freihandelsabkommens Nafta gepocht, das 1994 zwischen den USA, Kanada und Mexiko geschlossen wurde. Trump sieht sein Land durch das bisherige Abkommen erheblich benachteiligt. Das Ende von Nafta zählte zu seinen Wahlkampfversprechen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau sah sich nach der Einigung Kritik von kanadischen Milchbauern ausgesetzt, bezeichnete die Einigung am Montag aber gleichwohl als „zutiefst nützlich“ für die Wirtschaft seines Landes. Er sprach von der „wichtigsten fortschrittlichen Reform für nordamerikanische Arbeiter seit einer Generation“.

Trump, der Trudeau nach einem Eklat beim G7-Gipfel in Kanada im Juni noch als „sehr unehrlich und schwach“ bezeichnet hatte, nannte den Regierungschef des nördlichen Nachbarn nach der Einigung einen „guten Mann“, der die Menschen in Kanada liebe. „Es gab viele Spannungen zwischen ihm und mir, aber es hat sich alles geklärt“, sagte Trump.

Freihandelsabkommen: Mexiko, Kanada und USA zu Einigung gekommen

Kanada hat dem neuen Feihandelsabkommen mit den USA und Mexiko zugestimmt. Damit wird das "Nafta" reformiert, das US-Präsident Donald Trump aufgelöst hatte.

EU will Iran-Sanktionen mit einem Kniff umgehen

Die EU will ihre Unternehmen dabei fördern, trotz des Ausstiegs der USA weiter mit dem Iran Handel zu betreiben. Das soll in einer Art "Schutzraum" geschehen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.